5. April 2007 in Ruby » Grundlagen
Wissenswertes über Ruby
Yukihiro Matsumoto verbrachte zwei Jahre damit, die erste Version Ruby zu entwickeln. Dabei übernahm er die guten und bewährten Prinzipien von Smalltalk, Perl, Lisp, Eiffel, Scheme und CLU und verbesserte diese teilweise. Die Schwächen und die Unlogik der bis dato bekannten und in die Jahre gekommenen Programmiersprachen versuchte er in Ruby auszulassen.
Grund für die Entwicklung war, das Matz mit keiner anderen Sprache wirklich zufrieden war. Ihn störte es, dass die Syntax teilweise Hürden in den Weg einer Entwicklung legte oder Sachverhalte nur umständlich verfassen lies.
In Japan soll Ruby mittlerweile die beliebteste Sprache der Entwickler sein. Der Rest der Welt konnte erst recht spät mit Ruby etwas anfangen, da die ersten Dokumentationen nur in japanisch erhältlich waren.
Erst die Veröffentlichung der englischen Fassung des Buches "Programmieren mit Ruby" trieb auch nicht-japanische Programmierer dazu, sich mit Ruby zu beschäftigen und sie anzuwenden.
OOP
Ruby ist vollständig objektorientiert. Das bedeuted, dass wirklich alles, selbst Zahlen oder Ergebnisse/Stati/Aussagen (?) boolscher Bedingungen (true, false) Objekte sind. Bei manch anderer Sprache, die von sich behauptet, objektorientiert zu sein, wurde dieses Prinzip nicht so strikt verfolgt.
Yukihiro Matsumoto war der Meinung, eine Sprache kann nur klar, verständlich und logisch sein, wenn wirkich alles objektorientiert ist und nicht nur ein Teil. So kommt es (nahezu) nie dazu, dass man in Ruby auf Fallen oder Sackgassen stösst.
Syntax
Ruby ist bekannt dafür, eine extrem gut-lesbare Syntax zu besitzen. Denny Carl beschreibt die Syntax folgendermassen:
Oft können Sie Ruby-Code so aufschreiben, als würden Sie einen guten Freund einen Brief schreiben.
Quelle: Praxiswissen Ruby on Rails, O'Reilly Verlag
Ruby ist Open Source
Ruby wurde unter der GPL-Lizenz veröffentlicht. Das bedeutet, dass Ruby kostenlos für den privaten und kommerziellen Zweck eingesetzt werden kann. Veränderungen des Interpreters von Ruby müssen aber für die Öffentlichkeit frei zugänglich sein und drüfen nur unter den gleichen Lizenzbedingungen weitergegeben werden.
Ruby on Rails
Der Däne David Heinemeier Hansson veröffentlichte 2004 das Framework Ruby on Rails und machte somit Ruby für die Webentwicklung verfügbar. Das brachte Ruby einen gewaltigen Bekanntheitsschub, denn die Webentwickler konnten nun die Vorteile von Ruby direkt in Ihren Anwendungen einsetzen.
Wie es zu "Ruby" kam
Als Matz nach einem Namen für seine Programmiersprache suchte, wollte er einen edleren Namen als "Perl" (eigentlich Pearl, zu deutsch Perle) finden. Er entschied sich für den Geburtsstein eines Freundes, den Rubin.
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1 Kommentar
Michel am 5. April 2007 #
Hah, die Serie wird genau das was ich gerade brauch, da ich eh mal bei Ruby reinschauen wollte. Hah!