20. Januar 2006 in Journal » Webstandards

Webstandards und deren Vorteile schmackhaft machen

Ich bin mir sicher, dass viele meiner Leser sich mit Webstandards beschäftigen oder sie bereits kennengelernt haben. Doch wie überzeugt ihr eure Mitmenschen von Webstandards?

Argumente für Webstandards

Die wohl stärksten Argumente für Webstandards sind Vorteile die von ihnen (nicht zwingend aber höchstwahrscheinlich) ausgehen:

  • Geschwindigkeit
  • Benutzerfreundlichkeit
  • Zugänglichkeit
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Leichte Pflege
  • Zukunftssicherheit

Solange man diese Vorteile dem Kunden/Auftraggeber oder einfachen Bekannten vorhält, ist er aber meißt immernoch skeptisch. Wie sollte man also weiter vorgehen? Habt ihr Tipps oder Tricks um Menschen von Webstandards zu überzeugen?


7 Kommentare

Michel am 20. Januar 2006 #

Eigentlich hast du alle Hauptgründe schon aufgezählt, jetzt muss man diese nur noch ein wenig genauer definieren, ich fang einfach mal.

Geschwindigkeit - Erst einmal wird die Entwicklungszeit beschleunigt, da man nicht erstmal 1001 Tabelle anlegen muss um das Logo exakt dort und da zu platzieren. Wenn man die richtigen Doctypes nimmt und alles sauber schreibt, braucht der Browser eine kürzere Zeit um alles zu rendern, verstehen, etc.

Benutzerfreundlichkeit - Menus als Listen lassen auch Lynx-Benutzer - als Beispiel - wissen, was diese Ansammlung von Links ungefähr darstellen soll, statt hintereinander aufgereite Linkbezeichnungen. Mitwachsende Layouts passen sich den Lesegewohnheiten (sind aber dafür sauschwer umzusetzen) an. Und je einfacher eine Website gestrickt ist, desto einfacher ist es auch für Unerfahrende.


Zugänglichkeit - Fast gleichzusetzen mit Benutzerfreundlichkeit, wobei dies eher auf die technische Seite abzielt. Kein Browser wird mehr ausgeschlossen, schlanke Quellcodes beschleunigen die Datenübertragung, etc.

Suchmaschinenoptimierung - Zwar bis heute nicht eindeutig bewiesen aber sicherlich ein netter Nebeneffekt. Ansprechen, aber nicht versprechen.

Leichte Pflege - Der Sinn von Style Sheets. Eine Datei die für das ganze Layout von 1000-en Seiten verantwortlich ist. Spart ungemein Zeit, wenn sich nur mal was am Layout ändern soll, aber nicht am Inhalt.

Zukunftssicherheit - Je mehr am Standard dran, desto erfolgreicher kann in zukünftige Standards übernommen werden, was widerrum eine leichte Pflege bedeutet.


Noch ein wichtiger Askept: Der Traffic kann sehr klein bleiben, wenn man schlanken Code schreibt. Das spart Kosten und Serverleistung!

Martin Labuschin am 20. Januar 2006 #

Super Beitrag! Danke für deine Mühe, Michel.

Boris am 20. Januar 2006 #

Die Hauptargumente in Kurzform sind natürlich die in o.a. Liste. Ich gewichte da gerne, vor allem, wenn ich einen Seitenbauer/Webdesigner überzeugen will, stark in Richtung Pflege und verknüpfe dieses Argument mit der Einfachheit/Klarheit des Codes und der u.a. auch daraus resultierenden Zukunftssicherheit.


Manchmal kann es sogar durchaus einmal helfen (auch bei Seitenbetreibern, die nicht firm in der Technik sind), darauf zu verweisen, dass man doch ganz selbstverständlich in allem und jedem auf dem aktuellsten Stand ist - und warum man dann ausgerechnet im Fall der eigenen Website auf eine völlig veraltete und nicht einmal standardkonforme Technik von vor 1996 setzen will.

Jeriko One am 20. Januar 2006 #

Praktische Beispiele sind sicherlich sehr nützlich beim Überzeugen, siehe z.B. http://jeriko.l-tech.org/2006/01/19/focus-recoding/

Die andere Frage ist, welche Mitmenschen? Aus meinem direkten Umfeld kenne ich nur einen, der ebenfalls eine Homepage betreibt, und der hält sich auch an Webstandards. Und ich kann ja nichtmal von meiner Website behaupten, dass sie gültigen Code abliefert. Aber dazu habe ich im Moment eh noch was in der Mache.

robert am 20. Januar 2006 #

den beitrag hättest du einen tag früher veröffentlichen sollen ;)

ein freund von mir hatte sich eine tolle website erstellt. also mit allem drum und dran: massig tabellen (und die waren erstaunlicherweise in div-containern, welche wieder in tabellen waren). es war recht schwer ihn zu überzeugen. aber als er mal schnell die navigation auf die andere seite bringen sollte hat er es eingesehen. anstatt die floats zu ändern musste er die ganzen tabellen verschachtelungen verrücken und dann sah das auch noch dermaßen komisch aus...

aber ziel ist erreicht: er beschäftigt sich nun mit webstandards und hat eingesehen, dass man unterm strich viel besser und einfacher wegkommt.

Martin Labuschin am 20. Januar 2006 #

Sehr gute Aktion, deine Freunde von Webstandards zu überzeugen - Weiter so!

andreas am 25. Januar 2006 #

Wenn's mal so einfach wäre - die leidigen Diskussionen um die (vermeintlich richtige) Darstellung in den verschiedenen Browsern gefolgt von dem Totschlagargument der prozentualen Verbreitung des IE bis hin zur schlichten Weigerung, sich von spacer.gif und co zu verabschieden - da hilft auch das mantraartige Herunterbeten der oben genannten Vorteile von Webstandards nicht mehr allzuviel. Aber die Hoffnung stirbt latürnich zuletzt :-]

Diskussion geschlossen

Die Kommentarfunktion dieses Artikels wurde deaktiviert. Private Mitteilungen an Martin bitte per E-Mail an martin@labuschin.com. Danke.