6. Dezember 2006 in Journal » Web 2.0
SMO: Was ist Social Media Optimization?
Optimierung für Social Services
Social Media Optimization bedeutet eigentlich nichts anderes, als eine Optimierung der Website um besser bei Diensten, wie del.icio.us, technorati oder Netvibes besser aufgenommen zu werden und dadurch ordentlichen Traffic zu generieren.
Ein Link mit den Worten "bei del.icio.us bookmarken" oder Ähnliches gilt schon als SMO. Es gibt aber weitaus mehr Möglichkeiten, Erfolg mithilfe von Social Services zu haben.
Nachteile: Buttonflut und Aufklärungsarmut
Wer kennt sie nicht - die 20 (bis 50) kleinen 16*16 Pixel-Buttons, die den Besucher dazu antreiben sollen, den Artikel im bevorzugtem Social Bookmarking Dienst als Bookmark abzulegen. Ganz schön und gut, vielleicht auch praktisch. Jedoch haben Power-User solcher Social Services schon andere Wege gefunden, Seiten als Bookmarks zu speichern. Sichtworte: Bookmarklets, Firefox-Erweiterungen, diverse Browser-Plugins.
Diejenigen, die solche Dienste nicht in Anspruch nehmen bleiben darüber hinaus außen vor. Ich kenne wenige Seiten, die erklären, was diese kleine "Bildchen-Sammlung" zu bedeuten hat.
Fazit
Social Media Optimization im Maßen (nicht Massen) hat sicherlich Vorteile, die sich bestimmt mal rechnen werden. Klar, einige werden denken "In Deutschland macht das doch heute noch gar keinen Sinn. Das ganze Social Zeugs muss doch erstmal hier richtig ankommen".
Jedoch werden einige von euch nicht abstreiten können, einige Besucher von z.B. Mister Wong zu bekommen. Gerade in der Web(design)-Szense ist das schon längst nichts neues mehr. Daher sollte man schon über SMO nachdenken, um in der Zukunft nicht noch mit Links wie "diese Homepage als Startseite in Ihrem Browser einrichten" dazustehen.
Diskussion geschlossen
Die Kommentarfunktion ist vom 16. bis zum 25. August 2008 deaktiviert. Private Mitteilungen an Martin bitte per E-Mail an martin@labuschin.com. Danke.
13 Kommentare
Kai Müller am 6. Dezember 2006 #
Bei del.icio.us , Netvibes und Technorati wird man nicht aufgenommen. Was dort gebookmarkt wird, hängt vom jeweiligen Anwender ab, nicht von den Diensten. Ob viele Besucher über diese Dienste kommen, hängt nicht von der Optimierung der Website, sondern von der Optimierung des Contents ab. Sprich: guter Content = viele Bookmarks, Backlinks etc...
Martin Labuschin am 6. Dezember 2006 #
Sicherlich gibt es einen besseren Ausdruck als "aufgenommen" jedoch geht es doch immer nach einem prinzip:
1. Die Website macht es einfach, gebookmarkt zu werden
2. Je mehr Bookmarks, desto höher die Popularität
3. Je mehr Popularität, desto mehr potenzieller Traffic
Man kann Artikel auch optmimieren. Je attraktiver, desto höher die Wahrscheinlichkeit auf ein Bookmark und eine Favorisierung. In gewisser Art also eine Optmimierung. Doch es hängt nach wie vor an den Lesern ab, wie hoch ein Artikel/Blog in solchen Diensten steigt.
Ich werde in den nächsten Artikel genauer auf dieses Thema zu sprechen kommen. Dies hier war nur so eine Art Vorbereitung.
Gruß
Andi am 6. Dezember 2006 #
So, jetzt wird es definitiv Zeit, den möchtegern Profi hier aus meinen Feeds zu verbannen.
Martin Labuschin am 6. Dezember 2006 #
Gott sei dank, schon wieder ein wenig Traffic gespart ;) (Kleiner Witz am Rande)
Mal im ernst: Keiner zwingt dich, meine Artikel zu lesen. Keiner hat gesagt, dass ich ein Profi bin.
Jeder weiss, dass ich schreibe was ich denke. Jeder weiss, dass er hier keinen Anspruch auf Korrektheit hat. Kritik ist hier gerne gesehen, nur so ein Aufmerksamkeitsmangel und Mitteilungsdrang bringt hier niemanden weiter. Nicht mal dich selbst.
Kai Müller am 6. Dezember 2006 #
Punkt 2 und 3 stimme ich zu. Punkt 1 hinkt, weil jede Website gebookmarkt werden kann, egal wie gut oder schlecht sie ist. Die ganzen Buttons (digg-it, wong-it etc) werden doch eh ncht genutzt. Nutzer dieser Dienste bookmarken über Favlets, oder Extensions bzw. Toolbars in ihren Browsern.
Martin Labuschin am 6. Dezember 2006 #
Klaro, ganz deiner Meinung. Jedoch sind diese Buttons - wenn sie nicht zu aufdringlich sind - eine kleine Erinnerung an das Bookmarken selbst. Oder denkst du bei jeder Seite "Oh, die könnte ich auch mal bookmarken".
Das ist auch der Grund der dürftigen Auswahl der Add-Buttons unter meinen Artikeln. Sie dienen nur der Erinnerung.
Markus am 6. Dezember 2006 #
da würde ich mich meinem Vorredner anschliessen. Diese schäbbigen Knöpfe für diverse Bookmarkdienste wirken eher ähmm... flehend.
SMO erreicht man wie so vieles anderes auch durch adäquat aufbereiteten Inhalt. Seine Zielgruppe zu kennen, echt bleiben und nicht dumm über Dinge daher schwätzen, von denen man keinen Plan hat, soll auch ungemein hilfreich sein.
So ein Blog optimiert sich also fast von allein:)
recht nett zu lesen: http://rohitbhargava.typepad.com/weblog/2006/08/5_rules_of_soci.html
Kai Müller am 6. Dezember 2006 #
Ja, ich bookmarke jede Seite, von der ich denke, dass sie was taugt. Mit meiner Toolbar. Die Buttons sehe ich genauso wenig, wie mir irgendwelche werbebanner auffallen. Das kommt wohl vom "professionellen" surfen :)
Martin Labuschin am 6. Dezember 2006 #
"professionelles surfen"? du wirst also dafür bezahlt, im internet zu surfen. oder verstehe ich das jetzt falsch?
Du verwendest eine komplette Toolbar zum bookmarken? Also ich spar ja Platz, da ich nur nen kleinen Button installiert habe ;)
Ich sehe schon wieder eine lange lange Diskusion... :)
Siegfried am 7. Dezember 2006 #
Hmmm, interessanter Gedankengang. Konsequent zu Ende gedacht würde das bedeuten, daß man den größten Erfolg hat, wenn man einen einzelnen Button drunter setzt, Aufschrift: "Diesen Artikel bookmarken". Und dieser Artikel wird dann nicht nur in den lokalen Bookmarks eingetragen, sondern automatisch gleich überall, bei technorati, bei wong, eben überall. Ein einzelner Knopfdruck (hoffentlich kommt jetzt Amazon nicht mit irgendsoeinem Patent daher). Noch einfacher kann man es dem Leser nicht machen.
Kai Müller am 7. Dezember 2006 #
@ Siegfried: So etwas? <a href="http://ekstreme.com/socializer/">Socializer</a>
Mirko am 12. Dezember 2006 #
Schade das sich immer Menschen Aufregen müssen , wen man seine Meinung sagt. Ich finde es Persönlich gut. Mach weiter so und lasse dich nicht von deinem Faden ablenken. Sage deine Meinung und stehe dazu.
Strafverteidiger Freiburg am 2. Mai 2007 #
Ich denk es hat schon seine Vorteile, wenn man es nicht übertreibt. Peter