1. März 2006 in Journal » Projekte

Ein Website-Konzept aufstellen 1 - Eine Sache der Einstellung

Der Erfolg einer Website wird schon bei der Konzeption bestimmt. Doch wie stellt man ein solches Konzept auf? Ich habe mich seit ein paar Wochen mit der Konzeption von Websites beschäftigt und berichte nun von meinen Erfahrungen.

Grund-Prinzipien

Heutzutage werden viele Websites (gerne Homepages genannt) aufgebaut, die ohne ein wirkliches Konzept kaum eine Chance auf Erfolg haben. Auch der Einsatz von Webstandards allein spricht nicht unbedingt für eine erfolgreiche Website. Ein klar strukturiertes Konzept, welches die geplanten Inhalte und insbesondere Ziele genau gliedert - ein Muss für eine Website mit Zukunft.

Ein Website-Konzept aufstellen - Inhalt

  • Teil 1: Eine Sache der Einstellung
  • Teil 2: Brainstorming mit Struktur
  • Teil 3: Inhalte richtig portionieren
  • Teil 4: Der Blick von Außen
  • Teil 5: Die Startseite

Schritt 1: Eine Sache der Einstellung

Viele Unternehmen und auch Privat-Leute gehen mit der falschen Einstellung und falschen Vorstellungen an die Planung einer Website. Diese Einstellung sollte zuerst aus dem Weg geräumt werden.

«Wir möchten eine Website»

Bei dieser Aussage hört man schon heraus, dass es noch kein Konzept vorhanden ist. Es sollte besser lauten «Wir möchten unsere Produkte und Diensleistungen auch im Internet vorstellen».

Man sollte sich immer die Frage stellen, was man eigentlich auf der Website publizieren möchte.

«Wir möchten eine Website für Jedermann»

Eine Website ohne genau definierte Zielgruppe ist fast hoffnungslos. Man sollte also immer überlegen, wer jetzt eigentlich Interesse für die Inhalte der Website zeigen könnte.

«Unsere Website muss nicht barrierefrei sein»

Warum sollte ein Blinder nicht für seinen sehenden Freund zum Geburtstag eine Kamera im Internet kaufen?

Viele Menschen möchten glaube, dass seh- oder anderweitig behinderte sowieso nicht auf die Website kommen, da es ja nichts für sie dort gibt. Falsch gedacht. Erstens spricht es gegen ethische Grundsätze, bestimmte benachteiligte Gruppen auszuschließen. Zweitens wäre man nicht sehr schlau, eine solche Gruppe auszuschließen, da jeder 5. Surfer das Internet nur eingeschränkt nutzen kann/darf.

«Über die Inhalte machen wir uns später Gedanken»

Ein individuelles Design ist nur dann möglich, wenn Inhalte feststehen. Das Design ist zwar ein wichtiger Bestanteil eines Konzepts, sollte primär aber nur die Funktionalität, Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit der Website verbessern.

Schritt 2

Mit der richtigen Einstellung kann es nun zu Schritt 2 gehen, das grobe Planen der Inhalte. Dazu mehr im nächsten Artikel.


4 Kommentare

Gerald am 1. März 2006 #

Gute Arbeit, Martin! Oder soll ich doch Herr Labuschin sagen?! ;)

Herr Labuschin am 1. März 2006 #

Wie meinen?

Markus Stange am 1. März 2006 #

Das fängt ja schon mal gut an! Ich freue mich schon auf die nächsten Teile der Serie.

Siegfried am 7. März 2006 #

Super! Obwohl ich mich genau da auch wieder gefunden habe, damals, als ich mit meiner Site angefangen habe. Na gut, meine Site ist meine technische Spielwiese, sozusagen der Ersatz für die Modelleisenbahn. Aber mit einem klaren inhaltlichen Konzept könnte ich trotzdem damit weiter sein. Nützlich, wenn man mal wieder darauf hingewiesen wird.

Diskussion geschlossen

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