10. Januar 2006 in Journal » Kritik
Webdesign 2006 - Was ist out?
Die Do-Nots im Webdesign 2006
Was sollte man in diesem Jahr als Webdesigner einfach nicht mehr machen? Welche Farben oder Layouts sind 2006 nur noch unangebracht oder zu belächeln? Welche Websites bräuchten unbedingt ein Update? Schreibt hier, was ihr über die Nicht-Trends haltet.
Im folgenden Artikel werde ich daraus eine Liste erstellen, die möglichst jedem gerecht wird und motivieren soll, sein Wissen und die Vorlieben im Webdesign zu überdenken oder gff. zu fördern.
Diskussion geschlossen
Die Kommentarfunktion dieses Artikels wurde deaktiviert. Private Mitteilungen an Martin bitte per E-Mail an martin@labuschin.com. Danke.
16 Kommentare
Christian Harder am 10. Januar 2006 #
Was mich sehr stört sind
1. Framedesings, in denen man in mehreren Frames scrollen muss um den Inhalt zu sehen (Also nicht nur im Hauptframe, sondern auch in der Navi, im Infobalken usw.).
2. So winzige Seiten, dass man in den Bilschirm kriechen muss um etwas lesen zu können (den Fehler hab ich leider früher auch gemacht...)
3. Seiten die so mit Flash, Javascript und Videos vollgepumpt sind, dass man beim scrollen Angst haben muss, dass der Browser sich aufhängt.
so meine top3 :D
p.s.: blau mit giftgrüner standartschrift geht gar nicht ;-)
Koka am 10. Januar 2006 #
Auf jeden Fall bräuchte google mal ein kleines Update, der Quelltext ist ja bekanntlich äußerst suboptimal... mit einem anpassbaren Stylesheet wäre das sehr cool.
Und pink ist out. Dieser Aquastyle machts auch nicht mehr lange, nur wenn mehr Transparenz dazukommt, meine ich.
tomsw am 10. Januar 2006 #
Ich denke mal das run sicher nicht dominieren wird. Dazu kommt hinzu, dass das ganze AJAX Zeugs sich nicht richtig durchsetzen wird, denn AJAX-Wissen ist kein Muss, sondern nur Luxus, was bedeutet, dass es auch für die Seite ein Luxus ist.
Man kann auch Seiten ohne JavaScript supertoll gestalten wie es im Moment (und ich hoffe auch weiter so bleibt) der Fall ist. Mit Farben und Formen experimentieren; das ist spannend!
Und vielleicht kommt man auch mal vom Standard-Blog-Layout weg... ;)
Martin Labuschin am 10. Januar 2006 #
Wieso vom Standard-Blog-Layout wegegehen? Dieses Layout ist doch deswegen so verbreitet, weil es sich als sinnvoll und benutzerfreundlich herausgestellt hat. Mehr darüber erwähne ich in meinem Internview, welches sehr bald rauskommen wird.
Johannes am 10. Januar 2006 #
OUT sind auf jeden Fall Tabellenkonstruktionen. Und wie schon oben erwähnt: Frames die man bei Standart Auflösungen scrollen muss! OUT außerdem sind alle Front Page Elemente die man ohne downgeloadete Plugins nur mit IE sehen kann.
PS Klasse ! Wenn man im Formularfeld "Website" nichts einträgt erscheint dies:
"Bitte andere Website angeben. Diese Website ist vom Administrator."
Martin Labuschin am 10. Januar 2006 #
Danke für den Hinweis! Ich werde mich morgen drum kümmern. Cheers
B. Scheuert am 11. Januar 2006 #
In, bzw. out ist eine Frage, die sich Hardcore-Entwickler stellen. Die Frage ist hier an die falsche Zielgruppe gestellt. Die Vorlieben und Wünsche der Auftraggeber entscheiden über in, bzw. out. Als Entwickler bist du an Vorgaben gebunden und kannst den Kunden nicht in die von dir bevorzugte Richtung lenken.
Nur kurz zu deinem Design, vorher hat es mir besser gefallen, ohne Button und Headergrafik.
Allgemein gesagt ist das Blogdesign in, da oft CMS-Systeme verwendet werden. Bei vielen statischen Sites greift der Entwickler automatisch darauf zurück, da es ihm entweder schon ins Blut übergegangen ist, oder weil er den Besuchern etwas vorgaukeln möchte und er nicht kreativ genug ist (pers. Erfahrung). Bsp.: http://www.frank-hares.de/
Farben können nicht out sein, solange das Gesamtbild harmonisch erscheint. Hier hat jeder ein anderes Gefühl. Ich persönlich finde mittlerweile Textlinks langweilig, ein wenig Grafik kann es hier und da schon sein.
Jedoch gibt es Todsünden fü uns Hardcore-Entwickler, kleiner unlesbarer Text - Tabellenlayouts - und Sites mit einem unübersichtlichen Angebot und ca. 1000 Links auf der Startseite.
Conny Lo am 11. Januar 2006 #
Out ist für mich:
-> Flash, solange man einen Ladebalken mitverfolgen muss, solange man einen Skip-Introbutton sucht, solange das Fenster ungefragt aufzieht, Pop-Up Fenster entstehen, nervige Soundloops blubbern usw.
-> (3d)Buttons, die dick, wulstig, aquaristisch daherkommen, und ein Eigenleben auf einer Site behaupten.
-> 3-Spaltenlayout, dass das zugrundeliegende CMS verrät. Also Seitenlayouts, die im Grunde auf der Faulheit des Designers beruhen.
Martin Labuschin am 11. Januar 2006 #
Wie sieht es denn designmäßig aus? Dieses Jahr soll ja rund werden: runde ecken etc. Was sollste man in diesem Jahr nicht mehr so gestalten wie vorher?Auf den Aqualook, welcher mittlerweile schon absolut over-used ist, seit ihr ja schon eingegangen... Wie sieht es mit anderen Gestaltungsmethoden aus? schatten, ränder ...
B. Scheuert am 11. Januar 2006 #
Gute Frage, man kann eine Komposition aller Elemente nutzen, wenn sie mit Bedacht eingesetzt werden. Ein monotones Design mit abgerundeten Ecken ist genauso uncool wie nur rechte Winkel. Wichtig ist das Endergebnis.
Ich beziehe mich nochmal auf dein Design. Ich finde es nun verunstaltet, irgendwie passen die 3D Button und die Headergrafiken nicht zu deinem Design. Es sieht nun eher verschlimmbessert aus, aber das ist eben Geschmacksache - aber deswegen nicht gleich out.
Also Out ist meiner Meinung nach gar nichts, solange das Endergebnis im Gesamteindruck überzeugt. Die eingesetzten Effekte und Formen müssen harmonieren.
Frage also nie eine Frau, die haben nämlich kein räumliches Vorstellungsvermögen - jedenfalls die meisten. ;)
Ich eröffne mal meinen persönlichen Geschmack. Ich finde eine fixe Breite cool, sowie Pastell- und knallig harmonisierende Farben (Grün/Orange/Blau/Weiss). Text in min 10px - besser 11-/12px. An den Seitenrändern sollte ein Schatten sein, auch bei weiteren Elementen muss evtl. ein Schatten her. Ich finde den 50s/70s-80s Style und Styles in Richtung Edel (http://www.mojojava.net/) gut - es passt eben alles.
Conny Lo am 12. Januar 2006 #
Schatten, Ränder und Lichtsetzung sind meiner Meinung nach nicht ausgereizt - sofern es Elemente der Seite betrifft. Seitenränder haben derzeit fast zwingend eine Schattenkannte, aber wie sieht es mit den restlichen Elementen der Seite aus? Im Grunde ist diese Website ein anschauliches Beispiel dafür, wie sowas gut gemacht wird; sehr dezent als fast "flächige" Andeutung. Also immer intelligent, ohne brachial künstliche Bedieneramaturen (vergiss die krassen Buttons, Alter) über eine Site zu zimmern.
Das Runde wird (vielleicht mit/durch CSS3) kommen, aber wahrscheinlich schnell vergessen sein. Zu sehr drängt sich die runde Ecke ins Blickfeld. Wer einmal damit experimentiert hat, wird schnell bemerken, dass eine Website durch die auffällige Runditis gesprengt wird. Wo viel Platz vorhanden ist, also in Printprodukten, finde ich die runde Ecke super, und noch lange nicht verbraucht.
Ergänzend zum meinem Thread oben finde ich, dass Javascript langsam out ist. Nur als Hilfsmittel für Bereiche, mit denen CSS und gewisse Browser nicht zurecht kommen, wird es genutzt.
Entscheidende Konsequenz aller Outs ist die Forderung, überflüssigen Schnickschnack zu vermeiden, und ein bestechend klares Design zu zeigen. Nun kann über die Inhalte geredet werden!
B. Scheuert am 12. Januar 2006 #
Mit monotones Design meinte ich, ausschließlich abgerundete Ecken bzw. geometrische Formen zu nutzen.
Printdesign kann man mit Webdesign nicht vergleichen, man erkennt aber ob der Entwickler was drauf hat. ;)
Es gilt aber grundsätzlich die Regel Nr. 1, sowie Nr. 2 - Geschmack ist relativ, und - Der Kunde ist König.
Michel am 16. Januar 2006 #
Wie wäre es denn noch mit bunten Scrollleisten? ;)
Mario am 10. März 2006 #
Ich denke das Jahr 2006 wird das Jahr der Dimensionen. Einen normalen Benutzer eine 2 Dimensionale Webseite zu zeigen, auch wenn diese toll aussieht, ist ja recht schön und gut - nur vom Hocker wird es ihn nicht gerade reissen.
Ich denke es wird mehr Schatten und Transparenz geben. Einfach um die Seite Designtechnisch mehr ins Rampenlicht zu rücken.
Da fangen aber auch schon die Probleme an. Runde Ecken kennt der IE nicht. Auch nicht in Version 7 (Beta 2). Und nen Schatteneffekt der auch was gleichschaut kennt Mozilla wieder nicht. Warum M$ nicht den moz-border-radius Befehl irgendwie nachbaut und zu verfügung stellt ist mir Rätselhaft.
Ausserdem werden wir neue Arten der Farbkombinationen kennen lernen. Farbharmonien gehen dem Ende zu. Mittlerweile ist Kontrast eher gefragt. Klare, feine Linien sind der Renner bei meinen Kunden.
Jetzt hab ich eh genug getextet. Mal warten was an Reaktion kommt.
Alex am 29. April 2006 #
Der Playmobil-Look ist in Deutschland kaum angekommen, da ist er auch schon out. Gerade Mobilfunkanbieter wie klarmobil.de und easymobile.de nutzen es zwar gerne, um die Einfachheit zu betonen, aber es wirkt einfach schlecht bei Sites, die seriösen Inhalt produzieren. Dazu gehören auch runde Ecken und so weiter. Die sieht man schon allzu häufig. Auch Schatteneffekte und Spiegeleffekte werden noch öfter zu sehen sein, aber spätestens mit dem neuen Mac OS X wird man sich überlegen es noch weiter zu benutzen. Denn alles deutet darauf hin, dass Apple sein Betriebssystem auch so gestalten wird, wie man es schon bei Apperture und einigen Seiten von Apple.com sehen kann.
Im Übrigen zeigt sich darin auch der Trend zu schwarz, weils klassisch ist, zur Lesbarkeit beitragen kann wegen geringerer Strahlung und gut kombinierbar ist mit Farben und Grautönen *gg*
Allerdings sehen die meisten User schwarz als die Farbe des Todes an. Ich hatte in den 90ern lange Zeit ein Medienmagazin, was in schwarz daher kam. Noch heute höre ich diese Kommentare ständig.
Und ganz wichtig: diese Flut von beta-Sites muss weg *gg*
Alex am 29. April 2006 #
Der Playmobil-Look ist in Deutschland kaum angekommen, da ist er auch schon out. Gerade Mobilfunkanbieter wie klarmobil.de und easymobile.de nutzen es zwar gerne, um die Einfachheit zu betonen, aber es wirkt einfach schlecht bei Sites, die seriösen Inhalt produzieren. Dazu gehören auch runde Ecken und so weiter. Die sieht man schon allzu häufig. Auch Schatteneffekte und Spiegeleffekte werden noch öfter zu sehen sein, aber spätestens mit dem neuen Mac OS X wird man sich überlegen es noch weiter zu benutzen. Denn alles deutet darauf hin, dass Apple sein Betriebssystem auch so gestalten wird, wie man es schon bei Apperture und einigen Seiten von Apple.com sehen kann.
Im Übrigen zeigt sich darin auch der Trend zu schwarz, weils klassisch ist, zur Lesbarkeit beitragen kann wegen geringerer Strahlung und gut kombinierbar ist mit Farben und Grautönen *gg*
Allerdings sehen die meisten User schwarz als die Farbe des Todes an. Ich hatte in den 90ern lange Zeit ein Medienmagazin, was in schwarz daher kam. Noch heute höre ich diese Kommentare ständig.
Und ganz wichtig: diese Flut von beta-Sites muss weg *gg*