Das 1*1 der Projektplanung

Ich habe mich erst am Freitag wieder mit einer Freundin darüber unterhalten, was bei einer Projektplanung essentiell ist, um ein Projekt erfolgreich abschließen zu können. Ist vielleicht nicht das beste Gesprächsthema für einen Freitag Abend, aber Workaholics sind halt so :) Ich fasse das hier noch einmal zusammen.

Als Beispiel stelle ich „Das Badezimmer säubern“ vor. Nicht zu umfangreich und leicht nachvollziehbar für jeden. Richtig erkannt: „Das Badezimmer säubern“ ist ein Projekt, keine Aktion/Aufgabe, da dieser Vorgang aus mehreren Schritten besteht.

Ziel des Projekts eindeutig definieren

Ist das Ziel eines Projekts nicht eindeutig definiert, läuft man Gefahr, ins Leere zu arbeiten. Daher ist es wichtig, dieses zu bestimmen. In diesem Fall ist das Ziel noch einfach zu erkennen: „Das Badezimmer soll mal wieder richtig blitzen“ wäre hier ein denkbar einfaches und sympathisches Ziel.

Informationen/Material zusammentragen

Wenn nicht genug Informationen oder Material für das Erreichen des Ziels vorhanden sind, braucht man garnicht erst mit dem Arbeiten beginnen. In unserem Fall geht es also darum, die Reinigungsmittel und Putztücher etc. zusammenzusuchen. Bei anderen Projekten sind Briefings, Zugangsdaten oder Ähnliches nötig, um zu beginnen.

In machbare Schritte einteilen

Das Badezimmer säubern ist erst einmal eine große Unbekannte. Solange man nicht die einzelnen Schritte bestimmt, ist das Arbeiten an diesem Projekt eher unangenehm, weil man nicht weiß, wie und wo man anfangen soll und wohin das Ganze führt. Die einzelnen Schritte in unserem Beispiel zählen wir nun also erst einmal ohne bestimmte Reihenfolge auf:

  • Waschbecken säubern
  • Dusche/Wanne putzen
  • Boden wischen
  • Toilette schrubben
  • Spiegel putzen
  • Schränke staubwischen
  • Fensterbank staubwischen

Sinnvolle Reihenfolge bestimmen

Nun wo wir alle nötigen Schritte für das Erreichen des Ziels kennen, bestimmen wir eine sinnvolle Reihenfolge:

  1. Schränke staubwischen
  2. Fensterbank staubwischen
  3. Spiegel putzen
  4. Waschbecken säubern
  5. Dusche/Wanne putzen
  6. Toilette schrubben
  7. Boden wischen

Zu erst sorgen wir dafür, dass wir nicht bereits gereinigste Flächen wieder mit Staub verschmutzen. Und erst zum Schluss wird das was auf sich den Fliesen aufgesammelt hat oder beim Reinigen der anderen Flächen draufgetropft ist gewischt: Der Boden.

Fazit

Dieses Vorgehen eignet sich für kleinen Haushaltsprojekte genauso wie für größere Kundenaufträge:

  1. Ziel des Projekts eindeutig definieren
  2. Informationen/Material zusammentragen
  3. In machbare Schritte einteilen
  4. Sinnvolle Reihenfolge bestimmen

veröffentlicht am 26.04.2009 um 22:00 von Martin Labuschin in

Hat dir der Artikel gefallen?

Ich würde das eher als Psychose bezeichnen ;-)

und es soll Freundinnen geben die sich den Zustand von Sanitärbereichen mit der Methodenbegeisterung ihrer Freunde erklären.

Ben, wenn du meinst, der Wille nach einem geordnetem Leben ist eine Psychose, dann geb ich dir recht ;)

Da Du Dich ja sehr stark mit dem Thema Projektmanagement beschäftigst,
hier mal ein Tipp zur "Kinderstube" dieses Themas wo viele dieser oben
beschriebenen Grundsätzlichkeiten und einiges mehr klasse behandelt werden:
http://www.refa.de

Michael, vielen Dank für die Ergänzung!

Hey Martin,

ich würde allerdings sagen, dass noch was wichtiges fehlt: das Priorisieren. Bei den meisten Projekten (auch im Haushalt ;-) hat man beschränkte Ressourcen und kann deshalb nicht alles machen. Priorisieren hilft, dass man erst die Dinge macht, die am meisten bringen. Wenn man sich später noch mal dem Thema widmet, um den Rest zu machen, fallen einem neue Dinge ein, man erstellt eine neue Liste, priorisiert, sortiert und so weiter. Und schwups ist man auch schon im agilen Projektmanagement a la Scrum usw ...

Bis Samstag,
-Peter

Prioritäten werden überbewertet. Hab mal irgendwo n netten Spruch dazu gelesen:
"Wenn jemand mehr Prioritäten als Arme hat, lügt er oder ist verrückt."

Jedoch würde ich noch einen Schritt weiter gehen: Es gibt Aufgaben, die für das Ziel erledigt werden müssen und Aufgaben, die für das Erreichen des Ziels nicht nötig sind. Deshalb ist die Zieldefinition ausschlaggebend.


The Ruby on Rails Link Library Spanning Sync SEO-Dokumentation Gowalla
ProWebApps WellDone (β) Pinboard (α)
Blogs Bücher Frameworks iPhone Mac Web-Apps