- Man setzt sich keine Grenzen - Wenn man während der Gestaltung schon denkt „Oh Mann, wie soll ich das nur programmieren? Mach ich das mal besser anders.“ setzt man sich automatisch Grenzen, die verhindern, das Maximum aus dem Interface herauszuholen.
- Man ist näher am Benutzer - Es geht um den Benutzer. Man konzentriert sich erst einmal voll und ganz auf das, was der Benutzer später verwenden muss.
- Man erreicht maximale Usabilty - Während einer uneingeschränkten Gestaltunsgsphase kann man das Interface so benutzbar umsetzen, wie es nur geht.
- Man sieht eher das Endergebnis - Ein fertiges Mockup kann man den Kunden oder seinen Kollegen zeigen. Ohne auch nur eine Zeile programmiert zu haben. Gibt es essentielle Denkfehler oder anderweitige Kritikpunkte, entdeckt man diese früher.
- Man arbeitet strukturierter - Wenn das Design erst einmal steht, weiß man bei der Programmierung genau, was gemacht werden muss.
- Man spart sich Arbeit - Ist das Feature fertigprogrammiert, und merkt dann erst, dass das Interface so nicht „flüssig funktioniert“, muss man die Programmierung nicht ein zweites Mal machen, sondern nur die Gestaltung ändern.
- Man kann leichter Änderungen vornehmen - Änderungen am Design vorzunehmen ist immer leichter, als die Programmierung anzupassen. Ein passendes Motto: Weniger Masse ist leichter zu bewegen.
- Man erkennt die echten Anforderungen - Bei der Gestaltung erkennt man die Anforderungen, die das Feature wirklich benötigt. Die schriftliche oder gedankliche Planung, die ggf. davor vorgenommen wurde, hat meist nicht alles „im Blick“.
- Man erfüllt mehr als die essentiellen Anforderungen - Kein Zweifel - ein Feature kann mit den Mindestanforderungen funktionieren, aber nur weil Links und Buttons so einfach dahingeklatscht wurden, ist es nicht wirklich angenehm damit zu arbeiten.
- Man kann leichter wieder einsteigen - Man kommt leichter wieder ins Thema, wenn man etappenweise arbeitet als wenn man ein Hin-und-Her-Flow zwischen Photoshop, Editor und Browser wieder in Gang setzen muss.
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Da muss ich Alexander zustimmen: dank MVC ist die Trennung sowieso schon da, da braucht man sich nicht unbedingt mit weiteren Argumenten zum getrennten Abarbeiten drängen. Kritisch wird es höchstens dann, wenn man beim Design bereits an AJAX-Strukturen denken will/muss, wo man gleich mitbedenken sollte, ob entsprechende Requests vom logischen Ablauf her überhaupt funktionieren können.
Hallo Martin,
Also finde deinen Artikel echt super!
Eine Frage hab ich aber dazu noch, der Punkt "Man spart sich Arbeit" ist glaub ich nicht immer korrekt.
Vor allem wenn man für ein bestimmtes System - Wordpress oder TYPO3 ... Entwickelt dann kann es auch mal vorkommen das bestimmte Punkte nicht ganz laufen - und dann muss es wieder umgebaut werden!
Also wieder Aufwand ...
:-)
LG
T3 Freund
Klar, es gibt immer wieder Ausnahmen. Gerade wenn man mit Fertigsystemen arbeitet, die einige (ganz natürliche) Beschränkungen haben. Diese Einschränkungen muss man daher vorher weitgehend kennen, damit der Punkt "Man spart sich Arbeit" wieder stimmen kann.
Alexander
06.04.2009
In der Programmierung gibt es hierfür Konzepte wie MVC (Model View Controller). Wenn man mit MVC, oder ähnlichen Konzepten arbeitet kann man die Trennung zwischen Programmierung (Logik) & Oberfläche auch im Code einhalten.
Ich bin ein Freund von dem guten alten Papier. Einfach mit Bleistift skizzieren wie man sich die GUI vorstellt. Dann Prototypen der GUI entwerfen. MVC erlaubt es mir bei den Prototypen die Programmierung außen vorzulassen.
Eine zweite Meinung, besonders zur GUI, schadet nie.
Schöne 10 Punkte.
Gruß Alexander